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Haus der Heimat, Wien

Verband der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich (VLÖ)

Die Geschichte des VLÖ

Der VLÖ nach der „Wende“ – finanzielle Sicherung beständiger Arbeit durch einen Stiftungsfonds


Nach Fall des Eisernen Vorhangs wurde das Wohlwollen der Bundesregierung den Heimatvertriebenen gegenüber spürbar stärker. Das Kabinett Vranitzky ermöglichte durch seinen finanziellen Hauptbeitrag von 40 Millionen Schilling den Ankauf des Hauses, und das Kabinett Schüssel I ermöglichte die Schaffung eines Fonds von 100 Millionen Schilling. Über Antrag des Sozialministeriums beschloss der Österreichische Nationalrat am 20. September 2002 einen einmaligen Bundesbeitrag zur Förderung des VLÖ. Seit dem Jahr 2001 bestand die grundsätzliche Absicht des Bundesministeriums für Finanzen und der Landeshauptmänner, einen Vertriebenenfonds durch den Bund mit 55 Millionen Schilling und durch die Bundesländer mit 45 Millionen Schilling zu dotieren.


Die Landeshauptmännerkonferenz sagte zu, insgesamt 3.270.277,54 Euro (45 Mio. ATS) unter der Voraussetzung beizusteuern, dass der Bund den von ihm zugesagten Anteil von 3.997,005,66 Euro (55 Mio. ATS) übernimmt. Weiters stellte dieser Beschluss fest, dass aus den Erträgen dieser Mittel insbesondere der Betrieb des Begegnungs-entrums „Haus der Heimat“ finanziert werden soll. Vom VLÖ wurde eine Stiftung als Veranlagungsform für die insgesamt 100 Mio. Schilling (= rund 7,267 Mio. Euro eingerichtet). Nur die Ertragszinsen stehen dem VLÖ zur Verfügung. Die Stiftung wurde inzwischen satzungsgemäß zur Genehmigung den zuständigen Organen vorgelegt und auch bestätigt. Die ersten Zinsen wurden im Jahre 2005 ausgeschüttet. Die vom Kabinett Schüssel I initiierte, vom Bund und Ländern aufgebrachte und als Stiftung angelegte Summe von sieben Millionen Euro gewährleistet somit eine zukunftsorientierte Kulturarbeit der Landsmannschaften deutscher Muttersprache in Österreich und ermöglicht die Heranziehung hauptamtlicher Kräfte im „Haus der Heimat“ in Wien.


Im Herbst 1998 errichtete der VLÖ das „Felix-Ermacora-Institut“. Letzteres ist als „Forschungsstätte für die Völker der Donaumonarchie“ konzipiert und soll – wie es die österreichischen Politiker stets anmahnen – eine „Brückenfunktion“ erfüllen. Es gibt seine Forschungsergebnisse und Symposien-Vorträge in einer Schriftenreihe heraus und bearbeitet wissenschaftliche Projekte.


(Bild links: Der Jurist und Völkerrechtler Univ. Prof. Dr. Felix Ermacora ist Namensgeber für das Institut.)



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