Landsmannschaft der Deutsch-Untersteirer in Österreich
Siedlungsgebiet der Deutsch-Untersteirer
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Die Untersteiermark war seit dem Jahre 1147 ein Teil des Herzogtums Steiermark. 1919 wurde die Untersteiermark durch den Friedensvertrag von St. Germain ohne Volksabstimmung von der Steiermark abgetrennt und dem neuen SHS-Staat einverleibt. Über 74.000 Deutsch-Untersteirer waren davon betroffen. Als sich am 27. Jänner 1919 mehr als 10.000 Deutsch-Untersteirer auf dem Marburger Hauptplatz für das Recht auf Selbst-bestimmung der Völker versammelten, eröffneten Soldaten der SHS-Armee das Feuer. Der Marburger Bluttag forderte 13 Tote und 60 Verwundete. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Untersteiermark nach dem Jugoslawienfeldzug im April 1941 an das Deutsche Reich angeschlossen. Im Zuge dieser Annexion wurde von den deutschen Reichsstellen die Aussiedlung von 15 % der Slowenen aus der Untersteiermark beschlossen und auch durchgeführt. Vier Jahre später, nach der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945, ereilte auch die Deutsch-Untersteirer die Katastrophe. 35.000 Deutsch-Untersteirer waren von ihr betroffen. Mit 21. November 1944 traten die bereits angeführten AVNOJ-Beschlüsse in Kraft, die die entschädigungslose Enteignung allen beweglichen und unbeweglichen Vermögens der deutschsprachigen Volksgruppen zur Folge hatten und erklärten, daß alle Personen deutscher Volkszugehörigkeit ihre staatsbürgerlichen Rechte verlieren. (vgl. Seite 3 dieser Dokumentation) Wer nicht rechtzeitig geflohen war, wurde von den Tito-Partisanen ins Gefängnis geworfen oder in einem der berüchtigten slowenischen Konzentrationslager interniert. In der Stadt Cilli/Celje erschossen die Partisanen die Hälfte der deutschen Bewohner. Vernichtungslager Sterntal/Strnice bei Pettau/Ptuj in Slowenien Errichtet zur Internierung und Vernichtung der
Deutschen, der slowenischen Domobrancen und Weißgardisten sowie potentieller Regimegegner Vernichtungslager Tüchern/Teharje bei Cilli/Celje Errichtet zur Internierung und Vernichtung der
Deutschen, der Regimegegner und vor allem der kriegsgefangenen Weißgardisten und
slowenischen Domobrancen. Vernichtungslager Schloß Gutenhaag bei Marburg Errichtet für Volksdeutsche aus dem Übermurgebiet
und der nördlichen Untersteiermark. Ausserdem gab es mehrere kleinere Lager mit bis zu 500 Insassen, vor allem aber Gefängnisse. Insgesamt wurden über 7000 Deutsch-Untersteirer erschossen oder gingen in den zuvor angeführten Lagern an Hunger, Seuchen oder Mißhandlungen zugrunde. |
Landsmannschaft und Hilfsverein der
Deutsch-Untersteirer in Österreich
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