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PRESSEDIENST der ALTÖSTERREICHER (PAÖ)

Nr:2010/0017 27.04.2010

 

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PRESSEMITTEILUNG

Wien, am 29. April 2009

Tabuisierung des Unrechts an Sudetendeutschen bleibt Staatsdoktrin
Prag setzt bei Beneš-Dekreten sture Haltung fort

Der Besuch des österreichischen Außenministers Michael Spindelegger vom 27.04.2010 in Prag bei seinem tschechischen Amtskollegen Jan Kohout hat es wieder einmal gezeigt: Das Unrecht der Vertreibung von über 3 Millionen Sudetendeutschen bleibt in Tschechien ein Tabuthema, das nach wie vor von der politischen Diskussion ausgegrenzt wird. Als Spindelegger nämlich die Beneš-Dekrete, auf deren Grundlage die Sudetendeutschen 1945 kollektiv enteignet und als Staatsbürger entrechtet und vertrieben worden waren, ansprach, würgte Kohout dieses Thema kurzerhand mit folgender Bemerkung ab: "Die Tschechische Republik sieht keinen Grund, Fragen der Vergangenheit auf politischer Ebene zu besprechen."

Peter Wassertheurer, Präsident der Deutschen Weltallianz (DWA) mit Sitz in Washington, erkennt in diesem Verhalten eine "plumpe Verdrängung der historischen Verantwortung" und eine "Flucht aus der eigenen Geschichte." Wassertheurer hält fest, "dass sich die Republik Österreich vor wenigen Jahren bei der Frage der Entschädigung von tschechischen NS-Zwangsarbeitern keineswegs hinter einer solchen primitiven Formel, wie sie Kohout verwendet, versteckte, sondern sich als humanistische Kulturnation zu erkennen gab, die im Interesse der damaligen Opfer handelte und auf parteipolitische Empfindlichkeiten verzichtete."

Die österreichische Außenpolitik soll sich nach Wassertheurer von solchen "partei- und wahltaktischen Pflanzereien der Tschechen" nicht entmutigen lassen und die Politik in Prag weiterhin bei jeder Gelegenheit an das Unrecht der Vertreibung der Sudetendeutschen erinnern.

 

Mag.Dr. Peter Wassertheurer

Rückfragehinweis: Mag. Dr. Peter Wassertheurer
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