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PRESSEDIENST der ALTÖSTERREICHER (PAÖ)

Nr:2010/007 10.03.2010

Heimatvertriebene verurteilen Angriffe auf Heinz Fischer
Reimann: "Wo bleibt der österreichische Protest?"

Der Verband der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) im Haus der Heimat verurteilt die Angriffe tschechischer Politiker auf den österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer. Der VLÖ fordert das österreichische Außenministerium auf, sich gegen diese Unverfrorenheit auszusprechen und die völlig falschen und unqualifizierten Beleidigungen gegen das österreichische Staatsoberhaupt zurückzuweisen.

Der Anlass für diesen diplomatischen Affront, den sich Prag hier leistet, ist ein Grußwort des Herrn Bundespräsidenten an die Sudetendeutsche Landsmannschaft in Österreich (SLÖ), in dem Fischer die Beneš-Dekrete als "großes Unrecht" bezeichnete.

Nach Meinung von Rudolf Reimann, Bundesvorsitzender des VLÖ, zeugen die tschechischen Rundumschläge gegen Heinz Fischer einmal mehr, "dass Tschechien weiterhin nicht bereit ist, die Schandtaten in der eigenen Geschichte aufzuarbeiten. Dazu gehören die rassistischen und menschenverachtenden Beneš-Dekrete, die 1945 für die Enteignung, Entrechtung und Völkermordvertreibung von über 3 Millionen Sudetendeutschen verantwortlich waren. Unser Herr Bundespräsident hat nur angesprochen, was für jeden aufrechten Demokraten und Humanisten eine Selbstverständlichkeit ist. Es muss heute in Europa möglich sein, das Unrecht der Vertreibung von Millionen von Menschen anzusprechen, ohne dafür eine Ohrfeige zu bekommen."

Abschließend fordert Reimann das österreichische Außenministerium und Bundeskanzler Werner Faymann auf, in aller Schärfe gegen die tschechischen Verbalattacken auf Bundespräsident Heinz Fischer zu protestieren: "Ich kann nicht verstehen, warum das nicht schon in aller Deutlichkeit erfolgt ist", kritisiert Reimann, der hinter dem Schweigen der österreichischen Stellen folgende Taktik erkennt: "Die österreichische Politik hat kein Interesse mehr, das Unrecht der Beneš-Dekrete im Interesse der Sudetendeutschen gegenüber Prag zu vertreten. Das soll man uns dann aber auch klar sagen!"

 
Mag.Dr. Peter Wassertheurer

Rückfragehinweis: Mag. Dr. Peter Wassertheurer
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit

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