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PRESSEDIENST der ALTÖSTERREICHER (PAÖ)

Nr:2009/019 26.08.2009

 

Kärntner Slowenenvertreter zur Solidarität aufgefordert
VLÖ: Heimatvertriebene fordern deutsche Ortstafeln in Slowenien

Gerade rechtzeitig zu Beginn des medialen Sommerlochs wurde der Kärntner Ortstafelkonflikt wieder hoch gekocht. Den Anlass bildete diesmal eine staatsanwaltliche Verfügung zur Einstellung eines Verfahrens gegen Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler. Dörfler ist vor Jahren als Verkehrslandesrat Jörg Haider bei seiner legendären Ortstafel-Verrückung zur Hand gegangen.

Die Kärntner Slowenenvertreter wittern in der Einstellung des Verfahrens gegen Dörfler einen Politskandal der Extraklasse und überhäufen den Kärntner Landeshauptmann mit Klagedrohungen. Man fordert die Umsetzung des VfGH- Erkenntnisses, nach dem in allen Ortschaften mit einem 10%-igen Slowenenanteil zweisprachige deutsch-slowenische Ortstafeln anzubringen sind. Zum größten Befürworter zusätzlicher Ortstafeln zählt Rudolf Vouk, stv. Obmann des Rates der Kärntner Slowenen.

Der Verband der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) im Haus der Heimat nutzt die neuerliche Ortstafel-Debatte, um abermals auf die prekäre Situation der altösterreichischen deutschen Volksgruppe in Slowenien hinzuweisen: "Die werden nach wie vor in der slowenischen Verfassung nicht als autochthone Volksgruppe anerkannt und erhalten auch keine Basisförderungen vom slowenischen Staat", kritisiert Rudolf Reimann, Bundesvorsitzender des VLÖ. "Ich fordere die Vertreter der Kärntner Slowenen auf, sich gegenüber der deutschen Volksgruppe in Slowenien solidarisch zu zeigen und sich in Laibach für deren Anerkennung als autochthone Volksgruppe auszusprechen", meint Reimann.

Reimann schlägt außerdem die Anbringung von deutschen Zusatztafeln bei ehemals deutschen Städtenamen wie Marburg, Pettau oder Cilli vor, um so die historischen Bezüge dieser altösterreichisch-steirischen Städte zu dokumentieren. "Die Generationen von heute sollen wissen, dass die Deutsch-Untersteiermark und mit ihr diese Städte 1919 unter Missachtung des Selbstbestimmungsrechts und unter Gewalt von Österreich losgerissen worden waren", erklärt Reimann abschließend.


Mag.Dr. Peter Wassertheurer

Rückfragehinweis: Mag. Dr. Peter Wassertheurer
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit

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