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PRESSEDIENST der ALTÖSTERREICHER (PAÖ)
| Nr:2009/012 | 15.05.2009 |
Falsches Zeichen an Vaclav Klaus
Tschechiens Präsident Vaclav Klaus erhielt aus den Händen des österreichischen Bundespräsidenten, Heinz Fischer, den höchsten Orden der Republik Österreich verliehen. Was seitens des österreichischen Außenamts als eine Geste der Höflichkeit, der man sich nicht entziehen kann, dargestellt wird, ist für die Heimatvertriebenen im Haus der Heimat neuerlich Schlag ins Gesicht der 240.000 sudetendeutschen Opfer der Vertreibung von 1945.
Rudolf Reimann, Bundesvorsitzender des Verbandes der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ), kritisiert, dass "ein überzeugter Anti-Europäer wie Vaclav Klaus, der alles unternimmt, um den EU-Vertrag von Lissabon zu verhindern, und laufend die Bene-Dekrete verteidigt, derart von Österreich ausgezeichnet" wird. "Wir Heimatvertriebene fühlen uns brüskiert", erklärt Reimann weiter, der negative Folgen für die Sudetendeutschen, für Österreich und die Europäische Union (EU) befürchtet: "Durch diese Verleihung besteht indirekt die Gefahr einer Anerkennung der Haltung von Vaclav Klaus nicht nur in der Frage der Vertreibung der Sudetendeutschen. Ich denke hier an Temelin und den EU-Reformvertrag von Lissabon. Klaus ist außerdem als ein notorischer Verharmloser der Verbrechen gegen die Sudetendeutschen bekannt, der jede Versöhnung mit seinen zynischen Kommentaren unmöglich macht und eine materielle Wiedergutmachung für die Sudetendeutschen kategorisch ablehnt."
Abschließend zeigte sich Reimann darüber verärgert, dass "durch die Ordensleihung an Vaclav Klaus abermals die Gefühle der Sudetendeutschen mit Füßen getreten werden" und deutlich wird, "wie ungeschickt man in der österreichischen Diplomatie mit den Anliegen der Heimatvertriebenen umgeht."
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Rückfragehinweis: Mag. Dr. Peter
Wassertheurer Verband der Volksdeutschen Landsmannschaften
Österreichs |