Verband der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs |
![]() |
| Haus der Heimat: Steingasse 25,
A 1030 WIEN Telefon: +43 1 718 59 05, 710 91 50 Fax: +43 1 718 59 06 www.vloe.at |
| Sudetendeutsche Landsmannschaft Österreich | Landsmannschaft der Buchenlanddeutschen in Österreich |
| Donauschwäbische Arbeitsgemeinschaft DAG | Landsmannschaft der Deutsch-Untersteurer in Österreich |
| Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen | Österreichischer Heimatbund Beskidenland |
| Karpatendeutsche Landsmannschaft in Österreich | Verband der Banater Schwaben Österreichs |
| Gottscheer Landsmannschaft in Klagenfurt |
PRESSEDIENST der ALTÖSTERREICHER (PAÖ)
| Nr:2009/011 | 30.04.2009 |
Erst beim letzten Besuch des österreichischen Außenministers Michael Spindelegger im Haus der Heimat vom 21. April 2009 kam das bilaterale Verhältnis zwischen Österreich und Slowenien zur Sprache. Spindelegger berichtete davon, dass er in Laibach ständig auf die zweisprachige Ortstafelfrage in Kärnten angesprochen werde und sich Slowenien eine rasche Umsetzung der Erkenntnisse des österreichischen VfGH erwarte. Der Grundtenor in Slowenien lautet wie folgt: "Österreich habe dazu eine historische Verpflichtung und solle endlich mit seiner Vergangenheit ins Klare kommen."
Wie aber sieht es mit der Vergangenheitsbewältigung bei Österreichs
kleinem Nachbarn aus? Dort scheint man mit dem Verbrechensregime der
kommunistischen Ära keine Berührungsängste zu haben. In Laibach wird demnächst wieder
eine Straße nach dem Massenmörder Tito benannt. "Das ist für die
Heimatvertriebenen nicht zu akzeptieren. Tito war dafür verantwortlich, dass die
deutschen Volksgruppen, namentlich die Donauschwaben, Deutsch-Untersteirer und Gottscheer,
aus Jugoslawien vertrieben und in diesem Raum als Volksgruppen vernichtet wurden.
Zehntausende Donauschwaben kamen unter Tito in Vernichtungslager, wo rund 60.000
durch Gewalt oder an Seuchen starben", empört sich Rudolf Reimann,
Bundesvorsitzender des Verbandes der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ)
im Haus der Heimat. Reimann erinnert auch daran, dass "Tito für die
Avnoj-Bestimmungen von 1944 verantwortlich war, auf deren Grundlage die deutsche
Bevölkerung enteignet und ihnen alle bürgerlichen Rechte durch Aberkennung der
Staatsbürgerschaft genommen wurde. Sie durften nicht einmal mehr ein Gericht anrufen, um
ihre Rechte zu verteidigen oder Anklage gegen Mord und Totschlag zu erheben."
Reimann fordert die österreichische Außenpolitik auf, in einer Erklärung an die slowenische Regierung klar zu stellen, dass die Errichtung einer Tito-Straße in Laibach eine verheerende Signalwirkung für die Nachbarschaftspolitik hätte. "Wir Heimatvertriebene verlangen hier von der österreichischen Politik eine eindeutige Stellungnahme. Die Benennung einer Straße nach einem Massenmörder ist eine Beleidigung für die Opfer der Tito-Barbarei und verletzt die Gefühle der Angehörigen der altösterreichischen deutschen Volksgruppe in Slowenien", meint Reimann und erklärt abschließend: "Wir fordern die österreichische Bundesregierung auf, ihren Protest gegen die Benennung einer Straße nach einem Massenmörder bei slowenischen Stellen einzubringen. Es kann nicht sein, dass Tito im EU-Land Slowenien, wo man 600 Massengräber vermutet und laufend neue gefunden werden wie zuletzt in Tüffer (Lako), geehrt wird. Das zeugt von einem mangelnden Verantwortungsbewusstsein und ist ein Schlag gegen die Würde der Opfer."
![]() |
Rückfragehinweis: Mag. Dr. Peter
Wassertheurer Verband der Volksdeutschen Landsmannschaften
Österreichs |