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PRESSEDIENST der ALTÖSTERREICHER (PAÖ)

Nr:2009/011 30.04.2009

Heimatvertriebene protestieren gegen Tito-Straße in Laibach
VLÖ Reimann: "Fordern österreichische Regierung zum Protest auf"

Erst beim letzten Besuch des österreichischen Außenministers Michael Spindelegger im Haus der Heimat vom 21. April 2009 kam das bilaterale Verhältnis zwischen Österreich und Slowenien zur Sprache. Spindelegger berichtete davon, dass er in Laibach ständig auf die zweisprachige Ortstafelfrage in Kärnten angesprochen werde und sich Slowenien eine rasche Umsetzung der Erkenntnisse des österreichischen VfGH erwarte. Der Grundtenor in Slowenien lautet wie folgt: "Österreich habe dazu eine historische Verpflichtung und solle endlich mit seiner Vergangenheit ins Klare kommen."

Deutsche Opfer 4.jpg (14609 Byte)Wie aber sieht es mit der Vergangenheitsbewältigung bei Österreichs kleinem Nachbarn aus? Dort scheint man mit dem Verbrechensregime der kommunistischen Ära keine Berührungsängste zu haben. In Laibach wird demnächst wieder eine Straße nach dem Massenmörder Tito benannt. "Das ist für die Heimatvertriebenen nicht zu akzeptieren. Tito war dafür verantwortlich, dass die deutschen Volksgruppen, namentlich die Donauschwaben, Deutsch-Untersteirer und Gottscheer, aus Jugoslawien vertrieben und in diesem Raum als Volksgruppen vernichtet wurden. Zehntausende Donauschwaben kamen unter Tito in Vernichtungslager, wo rund 60.000 durch Gewalt oder an Seuchen starben", empört sich Rudolf Reimann, Bundesvorsitzender des Verbandes der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) im Haus der Heimat. Reimann erinnert auch daran, dass "Tito für die Avnoj-Bestimmungen von 1944 verantwortlich war, auf deren Grundlage die deutsche Bevölkerung enteignet und ihnen alle bürgerlichen Rechte durch Aberkennung der Staatsbürgerschaft genommen wurde. Sie durften nicht einmal mehr ein Gericht anrufen, um ihre Rechte zu verteidigen oder Anklage gegen Mord und Totschlag zu erheben."

Reimann fordert die österreichische Außenpolitik auf, in einer Erklärung an die slowenische Regierung klar zu stellen, dass die Errichtung einer Tito-Straße in Laibach eine verheerende Signalwirkung für die Nachbarschaftspolitik hätte. "Wir Heimatvertriebene verlangen hier von der österreichischen Politik eine eindeutige Stellungnahme. Die Benennung einer Straße nach einem Massenmörder ist eine Beleidigung für die Opfer der Tito-Barbarei und verletzt die Gefühle der Angehörigen der altösterreichischen deutschen Volksgruppe in Slowenien", meint Reimann und erklärt abschließend: "Wir fordern die österreichische Bundesregierung auf, ihren Protest gegen die Benennung einer Straße nach einem Massenmörder bei slowenischen Stellen einzubringen. Es kann nicht sein, dass Tito im EU-Land Slowenien, wo man 600 Massengräber vermutet und laufend neue gefunden werden wie zuletzt in Tüffer (Laško), geehrt wird. Das zeugt von einem mangelnden Verantwortungsbewusstsein und ist ein Schlag gegen die Würde der Opfer."

Mag.Dr. Peter Wassertheurer

Rückfragehinweis: Mag. Dr. Peter Wassertheurer
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit

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