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PRESSEDIENST der ALTÖSTERREICHER (PAÖ)
| Nr:2009/009 | 07.04.2009 |
VLÖ empfiehlt kroatisches Modell als Lösung
25 Vertreter des Rates der Kärntner Slowenen sind mit überhöhter Geschwindigkeit durch Ortschaften im zweisprachigen Südkärnten gefahren und haben Selbstanzeige erstattet. So wollen sie weitere zweisprachige Ortstafeln erzwingen.
Jetzt also sind die Vertreter der slowenischen Volksgruppe in Kärnten wieder aktiv geworden. Man fordert die Umsetzung des Urteils des VfGH, nachdem in Ortschaften mit einem Minderheitenanteil von 10% zweisprachige Ortstafeln aufzustellen sind.
Karel Smolle pocht als neuer Slowenenvertreter auf eine Änderung der Kärntner Landesverfassung und möchte erreichen, dass ein "starker und rechtswirksamer Slowenenartikel" darin vorkommt. Zu Smolles weiteren Forderungen zählt ein fixes Landtagsmandat für einen Vertreter der slowenischen Volksgruppe im Kärntner Landtag.
Der Verband der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) verweist einmal mehr auf das Beispiel der altösterreichischen deutschen Volksgruppe in Slowenien, der eine rechtliche Anerkennung als autochthone Volksgruppe nicht gewährt wird, obwohl sie in der Untersteiermark und in der Gottschee seit Jahrhunderten siedelt. Von zweisprachigen Ortstafeln, eigenen Schulen, Kindergärten und vollen Fördertöpfen, wie es für die slowenische Volksgruppe in Kärnten eine Selbstverständlichkeit ist, kann in Slowenien für die deutschen Altösterreicher keine Rede sein.
Zu den von den slowenischen Volksgruppenvertretern in Kärnten verlangten Forderungen verweist der VLÖ auf das Beispiel in Kroatien, wo es im Parlament für alle ethnischen und nationalen Minderheiten ein fixes, vom Wahlergebnis und von Parteien unabhängiges Mandat gibt. "Das kroatische Modell ist ein Beleg für eine positive Minderheitenpolitik und kann allen europäischen Ländern mit ethnischen Minderheiten nur ans Herz gelegt werden. Es könnte dem Wunsch von Herrn Smolle nach einem slowenischen Mandat im Kärntner Landtag entsprechen. Freilich muss dann auch der altösterreichischen deutschen Volksgruppe in Slowenien eine rechtliche Vertretung zustehen. Auch hier könnte das kroatische Modell Pate stehen", meint Rudolf Reimann, Bundesvorsitzender des VLÖ im Haus der Heimat.
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Rückfragehinweis: Mag. Dr. Peter
Wassertheurer Verband der Volksdeutschen Landsmannschaften
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