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PRESSEDIENST der ALTÖSTERREICHER (PAÖ)

Nr:2009/008 06.03.2009

Neues Massengrab in Slowenien entdeckt
Auch ermordete Volksdeutsche sind unter ihnen

Wie die internationale Presse gestern berichtete, ist in Laško/Tüffer (südlich von Cilli/Celje) in Slowenien neuerlich ein Massengrab in einem Bergwerk entdeckt worden. Experten rechnen mit Hunderten von Opfern. Bei den Toten handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Opfer des kommunistischen Terrorregimes der Tito-Partisanen. Derzeit versucht man die Toten zu identifizieren. Slowenische Historiker glauben, dass es sich bei den Toten von Laško/Tüffer hauptsächlich um Slowenen und Kroaten handelt. Tito ließ 1945 bis zu 300.000 Menschen liquidieren, weil man sie der Nazi-Kollaboration beschuldigt hatte. Erst vor zwei Jahren war bei Marburg ein riesiges Massengrab mit 1179 Leichen entdeckt worden, wobei Mitglieder der slowenischen Gräber-Kommission glauben, dass dort insgesamt 15.000 Tote verscharrt wurden.

Der Verband der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) weist auf das Schicksal der deutschen Volksgruppen in Slowenien nach dem Zweiten Weltkrieg hin. "Tausende von Deutsch-Untersteirern, Gottscheern und Deutschen aus dem Abstall fielen den Tito-Partisanen in die Hände. Sie wurden entweder auf der Stelle hingerichtet oder in die vielen Konzentrationslager gesperrt. Die größten dieser Vernichtungsanstalten waren die Lager in Tüchern/Teharje bei Cilli und Sterntal/Strnišce bei Pettau. Von dort wurden viele verschleppt und etwa in den Karsthöhlen des Hornwaldes/Kocevski Rog in der Gottscheer Sprachinsel brutal hingerichtet und verscharrt", erinnert Rudolf Reimann als Bundesvorsitzender des VLÖ im Haus der Heimat.

Slowenische Stellen vermuten, daß es in Slowenien 600 solcher Massengräber gibt. Reimann fordert, daß auch "die hingerichteten deutschen Altösterreicher aus der Untersteiermark, Gottschee und des Abstalls von der slowenischen Gräber-Kommission als solche identifiziert und registriert werden. Wir erwarten uns, dass die Opfer nachträglich in aller Würde bestattet und die Daten österreichischen Stellen zur Verfügung gestellt werden."

  

Mag.Dr. Peter Wassertheurer

Rückfragehinweis: Mag. Dr. Peter Wassertheurer
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit

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