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PRESSEDIENST der ALTÖSTERREICHER (PAÖ)

Nr:2008/010 10.04.2008

Deutsche Minderheit in Slowenien endlich Thema!

Toller Erfolg für den Verband der volksdeutschen Landsmannschaften
Österreichs im Haus der Heimat

Bei jüngsten Treffen der beiden Präsidenten Österreichs und Sloweniens, Heinz Fischer und Danilo Türk, kam neben dem Ortstafelkonflikt in Kärnten auch die unbefriedigende Situation der deutschen Minderheit in Slowenien zur Sprache. Türk wies als Völkerrechtsexperte darauf hin, dass er bereits in der Vergangenheit den Deutschen in der Gottschee (Gottscheer) seine volle Unterstützung zugesagt hatte. "Zusagen allein sind zu wenig. Es geht um die Anerkennung der deutschen Minderheit als autochthone Volksgruppe in der slowenischen Verfassung." reagierte Rudolf Reimann, Bundesvorsitzender des VLÖ, auf die Aussage Türks.

"Es ist aber ein großer Erfolg für den VLÖ, dass die deutsche Minderheit in Slowenien zu einem Gegenstand der bilateralen Gespräche zwischen Wien und Laibach geworden ist." Der VLÖ fordert seit Jahren die Anerkennung der deutschen Minderheit als autochthone Volksgruppe und verlangt von der slowenischen Regierung in Laibach eine Förderung nach Vorbild der Unterstützungen der slowenischen Minderheit in Kärnten. Zu den wichtigsten Initiativen des VLÖ in Angelegenheit der deutschen Minderheit in Slowenien zählen:

  1. 1999 verfasste der VLÖ für den österreichischen Nationalrat ein Memorandum, in dem die damaligen EU-Beitrittskandidaten Tschechien und Slowenien aufgefordert wurden, bestehende Diskriminierungen von Minderheiten zu unterlassen.
  2. 2001 wurde der damaligen EU-Erweiterungskommissar Günter Verheugen von einer Delegation des VLÖ in Brüssel auf die Diskriminierung der deutschen Minderheit in Slowenien aufmerksam gemacht und darüber informiert, dass Slowenien damit die EU-Aufnahmekriterien von Kopenhagen grob verletzt.
  3. Der VLÖ veranstaltet seit 2000 alljährlich das "Volksgruppensymposium der deutschen Minderheit in Ostmittel- und Südosteuropa". Das erste Symposium fand im österreichischen Parlament statt, wobei unter Anwesenheit der deutschen Minderheitenvertreter aus Slowenien mit österreichischen Abgeordneten über deren Diskriminierung und Nicht-Anerkennung als autochthone Volksgruppe in der slowenischen Verfassung gesprochen wurde.
  4. Im Jahr 2005 besuchte eine österreichische Parlamentarierdelegation unter Teilnahme des VLÖ die deutsche Minderheit in Slowenien und ließ sich in Marburg und in der Gottschee über deren Probleme aufklären.
  5. Der VLÖ hat in den letzten Jahren mehrmals Treffen zwischen Vertretern der deutschen Minderheit in Slowenien und österreichischen Politikern auf Bundes- und Landesebene organisiert.

Der VLÖ fordert das österreichische Außenministerium auf, künftig die bilateralen Begegnungen mit slowenischen Regierungsvertretern für die Anliegen der deutschen Minderheit in Slowenien zu nutzen. "Am Ende muss die Anerkennung als autochthone Volksgruppe stehen", wiederholte Reimann die Forderung des VLÖ.

Mag.Dr. Peter Wassertheurer

Rückfragehinweis: Mag. Dr. Peter Wassertheurer
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit

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