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PRESSEDIENST der ALTÖSTERREICHER (PAÖ)

Nr:2008/002 18.01.2008

Slowenien soll sich Kroatien zum Vorbild nehmen
Anerkennung der deutschen Minderheit in Slowenien überfällig

Die neue kroatische Regierung unter Ivo Sanader scheint in der Minderheitenpolitik ihrer europäischen Vorbildfunktion weiterhin gerecht zu werden. Wie Ministerpräsident Sanader erklärte, wird Kroatien die slowenische Minderheit in die Präambel der Verfassung aufnehmen, wenn, so Sanader weiter, "Slowenien, Serbien und Italien (...) der kroatischen Minderheit gleiche Rechte zubilligen, wie sie diese Minderheiten in Kroatien genießen."

Der Verband der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) nimmt diese minderheitenfreundliche Initiative Kroatiens zum Anlass, um Slowenien neuerlich aufzufordern, der deutschen Minderheit endlich den verfassungsmäßigen Rang einer autochthonen Volksgruppe zuzubilligen. Der Bundesvorsitzende des VLÖ, Rudolf Reimann, mahnt die österreichische Bundesregierung zum energischen Auftreten in Laibach und meint dazu: "Österreich soll dem kroatischen Vorbild folgen und die Anerkennung der deutschen Minderheit von der slowenischen Regierung einfordern. Es kann nicht sein, dass die slowenische Minderheit in Österreich alle möglichen Förderungen erhält, Laibach sich aber weiterhin weigert, die eigene deutsche altösterreichische Minderheit in der Verfassung anzuerkennen. Ministerpräsident Sanader hat einmal mehr aufgezeigt, wie man gegenüber Slowenien die Interessen der eigenen Landsleute richtig vertritt. Wien muss in der Minderheitenfrage nach dem kroatischen Lehrbeispiel stärker und mit diplomatischem Nachdruck auf das Prinzip der Reziprozität pochen."

 

Mag.Dr. Peter Wassertheurer

Rückfragehinweis: Mag. Dr. Peter Wassertheurer
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit

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