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PRESSEDIENST der ALTÖSTERREICHER (PAÖ)

Nr:2007/013 20.06.2007

40 Millionen Vertriebene am Weltflüchtlingstag 2007
Unrecht von 1945 dauert an!

Der "Verband der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs" (VLÖ) erinnert am Weltflüchtlingstag an die 20 Millionen Deutschen, die im und nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem europäischen Osten und Südosten vertrieben wurden. Gerade das Schicksal der Heimatvertriebenen zeigt, dass die Vertreibungen von damals keine dauerhaften Lösungen schufen, sondern ein Unrecht in die Welt setzten, das bis heute fortdauert. Der Weltflüchtlingstag zeigt, dass sich die Geschichte leider wiederholt und Regierungen Minderheiten nach wie vor vertreiben. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Aus den Räumen des UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) heißt es, dass die Zahl der Flüchtlinge 40 Millionen beträgt, wobei es im Vergleich zum letzten Jahr eine Steigerung um 14% gab.

Der Bundesvorsitzende des VLÖ, DI Rudolf Reimann, meinte dazu: "Die Internationale Staatengemeinschaft muss endlich Sanktionen gegen Vertreibungen durchsetzen, um Vertreiberstaaten klar zu machen, dass Vertreibungen nicht länger als Mittel zur Lösung von Minderheitenfragen akzeptiert werden."

Vertreibungen sind zumeist mit dem Verlust aller staatsbürgerlichen Rechte und Enteignungen verknüpft. Im Fall der Heimatvertriebenen stehen dafür die Beneš-Dekrete und Avnoj-Bestimmungen, die nach dem Zweiten Weltkrieg für die Enteignung des gesamten deutschen Vermögens in der Tschechoslowakei und in Jugoslawien verantwortlich waren. Dieses Unrechtsdekrete haben bis heute ihre Rechtskraft behalten und wirken weiterhin diskriminierend. Dadurch wird eine nachhaltige Lösung verhindert und eine Aussöhnung unmöglich gemacht. Der VLÖ spricht sich weiterhin für eine Aufhebung der Beneš-Dekrete und Avnoj-Bestimmungen aus. "Es kann nicht sein", so Reimann weiter, "dass Mitglieder der Europäischen Union an Unrechtsgesetzen festhalten, die allen minderheitenrechtlichen und moralischen Standards der EU widersprechen."

Mag.Dr. Peter Wassertheurer

Rückfragehinweis: Mag. Dr. Peter Wassertheurer
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit

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