Verband der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs |
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PRESSEDIENST der ALTÖSTERREICHER (PAÖ)
| Nr:2006/013 | 11.09.2006 |
Vor einem Jahr ist Ing. Martin May in der Nacht vom 11. auf den 12. September 2005 nach kurzer schwerer Krankheit verstorben. Der Verband der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) und die Stiftung der deutschen Heimatvertriebenen in Österreich haben mit seinem Tod einen großen Mitstreiter und aufrechten Weggefährten verloren. Der VLÖ war durch die Vorstandsmitglieder Gerhard Zeihsel, Otto Reinsprecht und Ludwig Niestelberger vertreten. Sie legten für Martin May einen Kranz nieder.
Martin May wurde am 22. März 1929 in Wermesch in Nord-Siebenbürgen geboren. Im Herbst 1944 flüchtete er über das Sudetenland nach Österreich, wo er sich in Traun bei Linz eine neue Existenz aufbaute. Nach der Matura begann Martin May seine berufliche Karriere in der Verstaatlichten Industrie Österreichs und wirkte später als Geschäftsführender Direktor bei Dynamit Nobel Wien.
Martin May war neben seiner beruflichen Tätigkeit in der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen aktiv und bekleidete dort die Funktion des stv. Bundesobmanns. Mitte der 1990er Jahre trat Martin May dem VLÖ-Vorstand bei und trug als stv. Bundesvorsitzender maßgeblich und unermüdlich zur Errichtung des Hauses der Heimat und zur Gründung der "Stiftung der deutschsprachigen Heimatvertriebenen aus dem Sudeten-, Karpaten- und Donauraum" bei. Martin May stand auch dem 1998 gegründeten Felix Ermacora Institut als Präsident vor, das er als Humanist und Menschenfreund in der Überzeugung leitete, dass nur der Wille und der Mut zur Aufklärung die Grundlage für eine Überwindung der historischen Gräben zwischen den Völkern Europas darstellen. Er war Mahner gegen das Vergessen, unruhiges Gewissen gegenüber denjenigen, die verdrängen wollten, und im Verhältnis zu unseren europäischen Nachbarn ein aufrichtiger Aussöhner. Bei seiner Arbeit hat er für die Heimatvertriebenen in Österreich viel bewegt, ebenso für die Bewahrung und Pflege des historischen altösterreichischen Erbes und für die deutsche Minderheit in Rumänien.
Wir gedenken heute einer großen Persönlichkeit. Martin May war ein Mann des Ausgleichs und ein politischer Denker. Der gesamte Vorstand des VLÖ möchte im Namen aller Heimatvertriebenen Martin May für seine Arbeit Dank sagen und allen, die diesen großen Mann gekannt haben, versichern, dass der VLÖ das geistige Erbe von Martin May in treuer Verbundenheit weiter tragen wird.
Die musikalische Umrahmung gestaltete die Vertreter der Siebenbürgischen Musikkapelle. Neben vielen Heimatvertriebenen waren die Familie und persönliche Anvertraute von Martin May zur Gedenkveranstaltung gekommen.
Rückfragehinweis:
Mag. Peter Wassertheurer
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit
Verband der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs
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