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PRESSEDIENST der ALTÖSTERREICHER (PAÖ)
| Nr:2006/010 | 21.06.2006 |
Am 18. Juni 2006 wurde in Budaörs (Wudersch) bei Budapest ein zentrales Denkmal zum Gedenken an die nach dem Zweiten Weltkrieg aus Ungarn vertriebenen Deutschen eingeweiht. Von den Vertreibungen waren rund 200.000 Ungarndeutsche betroffen. Die Vertreibungen nahmen in Wudersch ihren Ausgang.
Der Verband der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) begrüßt diesen Akt der Erinnerung und nahm mit großer Genugtuung zur Kenntnis, dass auch die ungarische Regierung vertreten war. Die Ernsthaftigkeit des Bemühens um eine gemeinsame Aufarbeitung der Geschichte wurde durch die Anwesenheit der ungarischen Parlamentspräsidentin Katalin Szili und der deutschen Botschafterin in Ungarn, Ursula Seiler-Albring, unterstrichen. Den mitfühlenden Worten der Parlamentspräsidentin, die die Vertreibungsdekrete als "Dokumente der Schande" bezeichnete, ist mit Anerkennung zu begegnen.
Das Denkmal wurde auf Betreiben der "Landesselbstverwaltung der Deutschen in Ungarn" initiiert und durch in- und ausländische Sponsoren, zu denen auch die ungarische Regierung zählt, ermöglicht. "Durch diese Gedenkstätte wird ein Zeichen der Anerkennung des Unrechts gesetzt. Das Beisein der ungarischen Regierung ist eine wichtige Geste des Bedauerns", erklärte Gerhard Zeihsel, stv. Bundesvorsitzender des VLÖ und Bundesobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Österreich (SLÖ).
In Budapest wird auch eine Ausstellung zur Vertreibung der Ungarndeutschen gezeigt, um die Öffentlichkeit über dieses dunkle Kapitel der ungarischen Geschichte zu informieren. Das ungarische Parlament hat im Zusammenhang mit der Aufarbeitung der deutschen Vertriebenengeschichte auch die Bereitschaft erklärt, demnächst einen Gedenktag für die Vertreibung der Deutschen abzuhalten.
Zeihsel fordert die Tschechische Regierung auf, dem Beispiel Ungarns zu folgen und endlich mit der ehrlichen Aufarbeitung der Geschichte der Vertreibung der über 3 Millionen Sudetendeutschen zu beginnen. "Ich würde mir wünschen, dass auch in Prag ein solches Denkmal unter Beteiligung des tschechischen Parlaments eingeweiht wird," schloss Zeihsel.
Rückfragehinweis:
Mag. Peter Wassertheurer
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit
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