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PRESSEDIENST der ALTÖSTERREICHER (PAÖ)

Nr:2006/009 01.06.2006

Großer Festakt im Parlament zu Ehren der Heimatvertriebenen
Parteieneinigung: Mehr Förderung für deutsche Minderheiten

Hier können Sie die Reden von Parlamentspräsident Andreas Khol
und
dem Bundesvorsitzenden des VLÖ Dipl.Ing. Rudolf Reimann
nachlesen

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Rudolf Reimann stellt die Geschichte der Heimatvertriebenen vor

Präsident Khol begrüßt die Heimatvertriebenen und deutschen Minderheitenvertreter im österreichischen Parlament

Präsident Khol im Gespräch mit Abg. Norbert Kapeller

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Nationalratspräsident Andreas Khol bedauerte, dass sich die Republik Österreich bis 1952 Zeit ließ, 360.000 Heimatvertriebenen aus der Tschechoslowakei, Jugoslawien und Rumänien die österreichische Staatsbürgerschaft zu verleihen. Khol betonte die historische Verantwortung Österreichs für die deutschen Minderheiten in Ostmittel- und Südosteuropa. Es wurden Vertreter aus Kroatien, Tschechien, Rumänien, Slowenien und der Slowakei begrüßt.

Im Gedenkjahr 2005 veranstaltete die Parlamentsdirektion insgesamt sechs Reisen in die ehemaligen Kronländer der Donaumonarchie, wo es heute noch deutsche Minderheiten gibt. Die Route der Parlamentarierdelegation, die sich aus Vertretern aller vier im österreichischen Parlament vertretenen Parteien zusammensetzte, führte nach Ungarn, Kroatien, Serbien, Slowakei, Rumänien, Slowenien und Tschechien. Der Delegation gehörten die Vertriebenensprecher im Parlament, Norbert Kapeller (ÖVP), Werner Kummerer (SPÖ), Anton Wattaul (BZÖ), Barbara Rosenkranz (FPÖ), und Terezija Stoistis, grüne Minderheiten- und Menschenrechtssprecherin, an.

Das volle Abgeordnetenzimmer im Parlament

Am 31. Mai 2006 lud die Direktion des österreichischen Parlaments zu einer Schlussveranstaltung ein, bei der die Reisen in einer eindrucksvollen Präsentation vorgestellt wurden. Die Eröffnungsrede im Abgeordnetenzimmer hielt Nationalratspräsident Andreas Khol, der von einer "historischen Verantwortung" der Republik Österreich gegenüber den deutschen Minderheiten in Ostmittel und Südosteuropa sprach und die Leistung der Heimatvertriebenen nach 1945 würdigte.

Im Anschluss bedankte sich Rudolf Reimann, Bundesvorsitzender des Verbandes der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ), für diese Initiative des österreichischen Nationalrats. Reimann nannte die Namen großer österreichischer Persönlichkeiten, die aus dem böhmisch-mährisch-schlesischen, dem donauländischen oder dem pannonisch-siebenbürgischen Raum stammten und Großartiges für Österreich leisteten.

Nach den beiden Eröffnungsreden stellen die Abgeordneten abwechselnd die Reisen in einem Endbericht vor und veröffentlichten eine Grundsatzerklärung, zu der sich alle Parlamentsparteien bekennen:

  1. Einrichtung einer internationalen Arbeitsgruppe aus Abgeordneten der Parlamente von Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Serbien, Rumänien, Deutschland und Österreich zur Aufarbeitung offener Fragen
  2. Minderheitenrechte autochthoner Volksgruppen in allen teilnehmenden Staaten
  3. Installierung eines Fachreferats für die deutschsprachigen Minderheiten in den ehemaligen Kronländern zur:

3.1. projektbezogenen Förderung des Kulturlebens, insbesondere der Jugendarbeit

3.2. Organisation österreichischer Lehrkräfte für einen befristeten Aufenthalt

3.3.Organisation geförderter Österreich-Aufenthalte und vice versa Landschulwochen österreichischer Schulen beispielsweise in Prag, Budapest etc.

3.4. Information in den Kulturhäusern durch Empfang der ORF-Sender in Bild und Ton, sowie deren Versorgung mit Tageszeitungen und Journalen

3.5. Kooperation mit Bürgermeistern, Stadträten, NGOs in Städten mit deutsch-altösterreichischer Geschichte

3.6. Förderung und Hilfestellung bei Partnerschaften diverser Art

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Abgeordneter Norbert Kapeller Abgeordneter Werner Kummerer Abgeordnete Terezija Stoisits
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Abgeordneter Anton Wattaul

Rückfragehinweis:
Mag. Peter Wassertheurer
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit

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