Einweihung des Donauschwäbischen Gedenkkreuzes am 22. Mai 2004 Utl: Verhandlungspartner
kurz vor Durchbruch für schärferen Text = (Wien) Fast fünfzig Jahre nach der Gestaltung der
ersten donauschwäbischen Totengedenkstätte in der Wiener Kirche Am Kaasgraben (1956),
nach der Errichtung von Denkmälern und Votivtafeln in Krdjija/Kerndia (1999), Rudolfsgnad
(2001) und Kikinda (2002), wird nunmehr unmittelbar neben dem Lager-Massengrab Gakovo ein
sechs Meter hohes Gedenkkreuz errichtet. Dieses zweifarbige Stahl-Alu-Kreuz - die Farbe
Schwarz soll den Tod symbolisieren, Weiß die Auferstehung steht auf einem
symbolisch bepflanzten Grabhügel, dessen seitliche Schrifttafeln Auskunft geben sollen
über das Leben und Sterben der über 200 Jahre lang in der Woiwodina ansässigen
Donauschwaben. Das vom Weltdachverband
der Donauschwaben initiierte und vom Wiener Architekten Helmut Frisch (gebürtig in
Vrac/Werschetz) geplante Gedenkkreuz wurde seitens der Stadt Sombor und der Gemeinde
Gakovo genehmigt und vom Deutschen Volksverband in Subotica vorbereitet, die Bauarbeiten
werden von J. Fitzi aus Sombor im Rahmen der öffentlichen Bauaufsicht überwacht. Die Feierlichkeiten beginnen
um 10:30 vor dem Gedenkkreuz im Gakovoer Friedhofsbereich, in Anwesenheit hoher
Würdenträger der katholischen, serbisch-orthodoxen und evangelischen Kirche. Es werden
auch zahlreich Vertreter politischer Institutionen aus dem In- und Ausland erwartet. Es
ist für eine große Anzahl an Mitfeiernden für ein Mittagessen gesorgt. Am Nachmittag wird um 16:30
eine hohe Geistlichkeit in der Somborer Stadtkirche eine Gedenkmesse in deutscher Sprache
zelebrieren. Der Abend soll dem
Gedankenaustausch zwischen alten Nachbarn und Landsleuten dienen, die nach Jahrzehnten des
Schweigens und der Trennung, ihren Blick nicht mehr nur in die Vergangenheit, sondern
verstärkt auch in die Zukunft richten. Die Errichtung eines
kleineren, grabsteinähnlichen Mahnmals in Kruevlje/Kruschiwl ist in Vorbereitung
und wird noch heuer erreichtet. Unter dessen ist bekannt geworden, dass die komplizierten
Verhandlungen mit den serbischen Behörden unter Umständen doch noch dazu führen werden
einen Text für die Tafeln zu finden, der eine deutlichere Sprache spricht, welche
grauenhaften Verbrechen an den Deutschen auch in diesem Lager begangen wurden.
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