18.2.2004

Einweihung des Donauschwäbischen Gedenkkreuzes am 22. Mai 2004

Utl: Verhandlungspartner kurz vor Durchbruch für schärferen Text =

(Wien) – Fast fünfzig Jahre nach der Gestaltung der ersten donauschwäbischen Totengedenkstätte in der Wiener Kirche Am Kaasgraben (1956), nach der Errichtung von Denkmälern und Votivtafeln in Krdjija/Kerndia (1999), Rudolfsgnad (2001) und Kikinda (2002), wird nunmehr unmittelbar neben dem Lager-Massengrab Gakovo ein sechs Meter hohes Gedenkkreuz errichtet. Dieses zweifarbige Stahl-Alu-Kreuz - die Farbe Schwarz soll den Tod symbolisieren, Weiß die Auferstehung – steht auf einem symbolisch bepflanzten Grabhügel, dessen seitliche Schrifttafeln Auskunft geben sollen über das Leben und Sterben der über 200 Jahre lang in der Woiwodina ansässigen Donauschwaben.

Das vom Weltdachverband der Donauschwaben initiierte und vom Wiener Architekten Helmut Frisch (gebürtig in Vršac/Werschetz) geplante Gedenkkreuz wurde seitens der Stadt Sombor und der Gemeinde Gakovo genehmigt und vom Deutschen Volksverband in Subotica vorbereitet, die Bauarbeiten werden von J. Fitzi aus Sombor im Rahmen der öffentlichen Bauaufsicht überwacht.

Die Feierlichkeiten beginnen um 10:30 vor dem Gedenkkreuz im Gakovoer Friedhofsbereich, in Anwesenheit hoher Würdenträger der katholischen, serbisch-orthodoxen und evangelischen Kirche. Es werden auch zahlreich Vertreter politischer Institutionen aus dem In- und Ausland erwartet. Es ist für eine große Anzahl an Mitfeiernden für ein Mittagessen gesorgt.

Am Nachmittag wird um 16:30 eine hohe Geistlichkeit in der Somborer Stadtkirche eine Gedenkmesse in deutscher Sprache zelebrieren.

Der Abend soll dem Gedankenaustausch zwischen alten Nachbarn und Landsleuten dienen, die nach Jahrzehnten des Schweigens und der Trennung, ihren Blick nicht mehr nur in die Vergangenheit, sondern verstärkt auch in die Zukunft richten.

Die Errichtung eines kleineren, grabsteinähnlichen Mahnmals in Kruševlje/Kruschiwl ist in Vorbereitung und wird noch heuer erreichtet. Unter dessen ist bekannt geworden, dass die komplizierten Verhandlungen mit den serbischen Behörden unter Umständen doch noch dazu führen werden einen Text für die Tafeln zu finden, der eine deutlichere Sprache spricht, welche grauenhaften Verbrechen an den Deutschen auch in diesem Lager begangen wurden.

 

 

Rückfragehinweis:
Markus Gerhard Freilinger
Pressesprecher VLÖ
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