Deutscher Minderheitenvertreter Nikolaus Mak ermöglicht der kroatischen HDZ Mehrheit im Parlament
Utl.: Neue Regierung will Avnoj Beschlüsse endlich aufheben Am 23. November fanden in Kroatien Parlamentswahlen statt. Wahlsieger war die mitte-rechts Partei HDZ. Für die zwölf gesetzlich anerkannten Nationalminderheiten in Kroatien (Österreicher, Deutsche, Rumänen, Ukrainer, Polen, Walachen, Ruthenen, Russen, Bulgaren, Türken, Hebräer und Roma)zog Nikolaus Mak, der Vorsitzende der Landsmannschaft der Donauschwaben in Kroatien, ins Parlament ein. Mak gab bereits kurze Zeit später seine Unterstützung für Ivo Sanader von der HDZ für die Konstituierung der zukünftigen Regierung bekannt. Sanadar akzeptierte alle Vorstellungen, die Mak als Vertreter von zwölf Minderheiten stellte. Die Hauptansprüche sind mit den Rechten der Angehörigen der deutschen und österreichischen Minderheiten verbunden. Einerseits sollen die überlebenden Deutschen und Österreicher, die von 1945 bis 1948 in Arbeitslagern interniert waren, entschädigt werden. Andererseits soll der Avnoj-Beschluss vom 21. November 1944, aufgrund dessen die Deutschen und Österreicher alle bürgerlichen Rechte und ihren Besitz verloren, aufgehoben werden. In einem weiteren Schritt sollen Entschädigungen ausgezahlt und weggenommener Besitz restituiert werden. Dies soll auch für alle ehemaligen kroatischen Staatsbürger, die flüchten mussten und heute Staatsangehörige anderer Staaten sind, gelten. Für die VLÖ ist dies ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung. Die neue kroatische Regierung überholt damit alle anderen Vertreiberstaaten um Meilen. Der Präsident des Donauschwäbischen Weltdachverbandes, DI Rudolf Reimann, hat Herrn Nikolaus Mak in einem persönlichen Gespräch seine Glückwünsche im Namen aller Donauschwaben, überbracht. (MGF)
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