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Aussendung vom 30.03.2001:

Pressedienst der Altösterreicher

Endlich – man spricht miteinander

Tschechien und Österreich in einem integrierten Europa

Wien, am 30.03.2001

Am 29. März 2001 fanden in der Diplomatischen Akademie bilaterale Gespräche zwischen den Außenministerien beider Länder statt. Der tschechische Außenminister

Jan Kavan betonte in seinem Vortrag "Die tschechische Republik und die EU-Erweiterung", daß es bei den Gesprächen keine Tabus geben darf. Schon zuvor hatte die österreichische Außenministerin Benita Ferrero-Waldner in ihrer Begrüßungsrede auf die gemeinsame Geschichte der beiden Länder im Hinblick auf die gemeinsame Zukunft in einem vereinten Europa hingewiesen.

Im Anschluß tagten im erweiterten Kreis Arbeitsgruppen von Fachleuten und Vertretern interessierter Organisationen über die folgenden Themen:

  1. Arbeitsmarkt und Kapitalfluß
  2. Historische und rechtliche Aspekte der Zeitgeschichte
  3. Österreichisch-tschechische wirtschaftliche Perspektiven
  4. Regionale Zusammenarbeit
  5. Sicherheit für die Bürger

Das Hauptinteresse der sudetendeutschen Vertreter galt der zweiten Arbeitsgruppe unter dem Vorsitz von Vilem Precan, Institut für Zeitgeschichte der Akademie der Wissenschaften Prag. Die wissenschaftlichen Beiträge kamen von Miroslav Kunštat (Humanwissenschaftlichen Fakultät Karls Universität Prag), dem Grazer Historiker Stefan Karner ( Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung), Jan Kuklik (Rechtsfakultät der Karls Universität Prag) sowie dem Leiter des Völkerrechtsbüros im österreichischen Außenamt Hans Winkler.

Auf besonderes Interesse stieß das Referat von Stefan Karner, das sich ganz der Geschichte ab 1918 und den historischen Zusammenhängen mit der Vertreibung der Sudetendeutschen widmete. Die teils sehr heftigen Reaktionen aus den Reihen der Zuhörerschaft verdeutlichten den Mitgliedern der Arbeitsgruppe die Notwendigkeit, die Zeitspanne von 1938 bis 1948 auf Expertenebene in den nächsten Gesprächsrunden vertieft zu berücksichtigen.

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