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Aussendung vom 21.06.2001: |
Pressedienst der Altösterreicher (PAÖ)
www.vloe.at
Deutsche Grabsteine werden entfernt
In Tschechien werden weiterhin deutsche Spuren verwischt
Wien, am 21.Juni 2001
Dieser Tage verständigten erboste Heimatvertriebene die Sudetendeutsche Landsmannschaft in Österreich (SLÖ) darüber, daß in einem Handstreich deutsche Grabsteine vom Friedhof in Rancirov u Jihlavy / Ranzen bei Iglau weggeschafft werden. Die Gräber werden dabei nicht einmal exhumiert, sondern nur eingeebnet und mit Gras bepflanzt. Iglau gehörte bis zur Vertreibung zu den großen deutschen Sprachinseln in der ehemaligen Tschechoslowakei.
In der an der böhmisch-mährischen Grenze gelegenen deutschen Gemeinde Ranzen waren nach der Volkszählung vom 1.12.1930 von den 304 Einwohnern mehrheitlich Deutsche. Am 17.05.1939 lebten in Ranzen immerhin noch 225 Deutsche.
Die vertriebenen Iglauer Landsleute können sich noch gut an die Exekution im Ranzer Wald von 19 Deutschen, an deren Spitze der Stadtpfarrer Christian Honsik gestanden hat, erinnern.
"Wir werden dieses pietätslose Vorgehen der tschechischen Behörden demnächst in einer eigenen Fotoserie auf unserer Leitseite (siehe unten) dokumentieren," erklärte der Bundespressesprecher des Verbandes der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ), Gerhard Zeihsel. Ebenso ergeht eine entsprechende Anfrage mit dem Ersuchen um eine Klärung dieser unwürdigen Aktion an den Botschafter der tschechischen Republik in Wien, Jiri Grua.
Im Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit von 1992 wurde zwischen Deutschland und Tschechien unter Artikel 24 vereinbart:
"Sie werden sich insbesondere der auf ihrem Gebiet befindlichen Orte und Kulturgüter, die von geschichtlichen Ereignissen sowie kulturellen und wissenschaftlichen Leistungen und Traditionen der anderen Seite zeugen, besonders annehmen und zu ihnen freien und ungehinderten Zugang ermöglichen. Die genannten Orte und Kulturgüter stehen unter dem Schutz der Gesetze."
