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Aussendung vom 18.06.2001: |
Pressedienst der Altöstereicher (PAÖ)
Schüssel enttäuscht Sudetendeutsche
Wien, am 18. 06. 2001
Beim jüngsten Treffen zwischen Bundeskanzler Wolfgabng Schüssel und seinem tschechischen Amtskollegen Milo Zeman beim EU-Gipfel in Göteborg ist nach Aussage Zemans über die Bene-Dekrete "kein Wort gesagt worden." Schüssel sprach im Anschluß der Verhandlung gegenüber der internationalen Presse zwar von "sachlichen Problemen", die bilateral gelöst werden müssen, meinte dabei aber lediglich den Konflikt um das AKW Temelin.
Bundeskanzler Schüssel hat am Pfingstwochenende in Augsburg den Karlspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft erhalten und dabei in einer viel beachteten Rede erklärt, daß das Unrecht der Vertreibung von 3 Millionen Sudetendeutschen "nicht verjährt und anerkannt werden muss." Schüssel dann weiter: "Spätestens mit dem EU-Beitritt werden jene Bene-Dekrete der Vergangenheit angehören müssen."
Der Bundesobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Österreich, Gerhard Zeihsel meinte zum Göteborger Treffen: "Österreich hat sich wieder einmal von Prag die Themen vorgeben lassen. Bundeskanzler Schüssel sollte endlich einmal in aller Klarheit gegenüber dem EU-Kandidaten Tschechien festhalten, daß die Bene-Dekrete unter seiner Kanzlerschaft zu jenen sachlichen Problemen gehören, die noch vor einem tschechischen EU-Beitritt unbedingt im Sinne der Betroffenen gelöst werden müssen. Schließlich hat sich die Bundesregierung in ihrem gemeinsamen Regierungsprogramm dazu bekannt."