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Aussendung vom 06.12.2001: |
Verband der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs
Bundesverband
Haus der Heimat: Steingasse 25, A-1030 Wien
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Mitglieder:
Sudetendeutsche Landsmannschaft in Österreich Landsmannschaft der Buchenlanddeutschen in Österreich
Donauschwäbische Arbeitsgemeinschaft DAG Landsmannschaft der Deutsch-Untersteirer in Österreich
Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen Österreichischer Heimatbund Beskidenland
Karpatendeutsche Landsmannschaft in Österreich Verband der Banater Schwaben in Österreich
Wien, am 6.12.2001
Pressedienst der Altösterreicher (PAÖ)
VLÖ Hauptversammlung im Haus der Heimat
Neuer VLÖ-Vorstand gewählt
Am Freitag, den 30. November 2001 hielt der Verband der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) seine ordentliche Bundeshauptversammlung im Haus der Heimat ab.
Zunächst gab der Bundesvorsitzende des VLÖ, Dipl.-Ing. Rudolf Reimann, in seinem Tätigkeitsbericht eine ausführliche Zusammenfassung über die vielseitigen Wirkungsbereiche, in denen der VLÖ als Dachverband der Verbände der vertriebenen Altösterreicher deutscher Muttersprache tätig war. Neben den heimatpolitischen Agenden brachte Reimann auch eine Reihe wichtiger kultur- und bildungspolitischer Schwerpunkte zur Sprache, die der VLÖ in den beiden letzten Geschäftsjahren umzusetzten hatte, wobei der Umfang der Zielsetzungen eine verstärkte Akzentuierung der Öffentlichkeitsarbeit erforderlich machte.
Zu den unmittelbaren Aktivitäten zählten wichtige politische Gespräche, die der VLÖ in Anlehnung an den EU-Integrationsprozeß geführt hatte, nämlich in Brüssel mit dem zuständigen EU-Erweiterungskommissär Günter Verheugen, mit Frau Vizekanzler Riess-Passer, der Frau Außenminister Ferrero-Waldner und dem Sozialminister Herbert Haupt. Außerdem steht der VLÖ in ständigem Kontakt mit den parlamentarischen Vertriebenensprechern. Dem VLÖ ist es dabei gelungen, die Thematik der Benes-Dekrete und AVNOJ-Bestimmungen soweit in der öffentlichen Meinung zu aktualisieren, daß diese Problematik von österreichischer Seite bei bilateralen Gesprächen laufend angesprochen wird. Reimann betonte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit, im politischen Meinungsbildungsprozeß noch stärker auf die Situation der deutschen Minderheiten aufmerksam zu machen. Der VLÖ hatte dazu in einem ersten Schritt ein Volksgruppensymposium veranstaltet, daß nach der Meinung des Bundesvorsitzenden ein wichtiger Impuls für die österreichischen Parteien war. Reimann thematisierte dann das im Jänner 2001 von der Bundesregierung verabschiedete Kriegsgefangenenentschädigungsgesetz (KGEG), das in seiner aktuellen Form aber einen Großteil der ehemals zivilinternierten Volksdeutschen ausschließt. Der VLÖ hat gegenüber dem Sozialministerium in mehreren Initiativen auf diesen Umstand hingewiesen und sich für eine rasche Novellierung der Bestimmungen im KGEG ausgesprochen. Am Ende des Berichtes bedankte sich Reimann nochmals bei allen Landsmannschaften für die Zusammenarbeit und betonte dabei, daß nur ein gemeinsames Auftreten zum Ziel führt.
Der Antrag zur Zusammensetzung des neuen VLÖ-Vorstandes wurde von der Hauptversammlung nach Entlastung des bisherigen Vorstandes wie folgt einstimmig angenommen:
Personen von links nach rechts: KR Ing. Martin May,
Maria Bambas,
Dipl.-Ing. Rudolf Reimann, Dkfm. Alfred Kratschmer, Gerhard Zeihsel
Bundesvorsitzender
Dipl.-Ing. Rudolf Reimann
(Donauschwäbische Arbeitsgemeinschaft)
Stellv. Bundesvorsitzender
Ing. Martin May
(LM der Siebenbürger Sachsen)
Stellv. Bundesvorsitzender
Gerhard Zeihsel
(Sudetendeutsche LM)
Stellv. Bundesvorsitzender
Dr. Lothar Scheer
(Donauschäbische Arbeitsgemeinschaft)
Erster Kassier
Dkfm. Alfred Kratschmer
(Sudetendeutsche LM)
Zweiter Kassier
OIng. Kurt Schuster
(LM der Siebenbürger Sachsen)
Schriftführer
Alfred Bäcker
(Sudetendeutsche LM)
Stellv. Schriftführer
Dr. Karl Katary
(Sudetendeutsche LM)