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Aussendung vom 27.11.2000: |
Felix Ermacora Institut
Forschungsstätte für die Völker der Donaumonarchie
Steingasse 25
A-1030 Wien
Tel. 01/718 94 12
Fax 01/ 718 59 05
Genozidenqueteim Wiener Hilton
Am 27. November 2000 veranstaltete die Sudetendeutsche Landsmannschaft in Österreich (SLÖ) gemeinsam mit dem Felix Ermacora Institut Forschungsstätte für die Völker der Donaumonarchie im Festsaal des Wiener Hilton eine wissenschaftliche Enquete zum Völkermord an den Sudetendeutschen. Unter den über 200 Gästen konnten zahlreiche Würdenträger aus Politik, Kirche und Wissenschaft begrüßt werden. Zunächst analysierte der Wiener Historiker Lothar Höbelt die Ursprünge der nationalen Konflikte in Böhmen und Mähren. Höbelt vertrat die Meinung, daß die Vorbereitungen zur Vertreibung der Sudetendeutschen bereits mit dem deutsch-sowjetischen Konflikt von 1941 konkretisiert wurden. Im Anschluß referierte der deutsche Völkerrechtler Gilbert Gornig (Universität Marburg/Lahn) über die völkerrechtlichen Aspekte der Vertreibung der Sudetendeutschen. Gornig konnte klar belegen, daß die Vertreibung der Sudetendeutschen aus der ehemaligen Tschechoslowakei gegen gültiges Völkerrecht verstoßen hat und den Tatbestand des Völkermords erfüllt. Gornig mahnte zur politischen Umsetzung dieser Erkenntnisse aus dem Völkerrecht, weil die Fragen einer Wiedergutmachung nur politisch gelöst werden können.
