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Aussendung vom 21.09.2000: |
Heimatvertriebene im Außenministerium
Pressedienst der Altösterreicher (PAÖ)
Wien, am 21.09.2000
Am Freitag, 22.09.2000 wiederholten drei
Vertreter des Verbandes der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) im Büro
der Außenministerin Ferrero-Waldner ihre Forderungen nach Aufhebung der Benesch-Dekrete
und AVNOJ-Bestimmungen. Der VLÖ-Vorsitzende Dipl.-Ing. Reimann dazu: "Solche Gesetze
widersprechen den EU-Aufnahmekriterien." Die Außenministerin verwies auf das
Regierungsabkommen und informierte über den Stand der österreichisch-tschechischen
Expertengespräche. Laut Regierungsabkommen von FPÖ und ÖVP werden "sachgerechte
Lösungen" zur Frage der Benesch-Dekrete und AVNOJ-Bestimmungen angestrebt. Zu den
Ansprüchen auf Wiedergutmachung verwies Reimann auf Kroatien. In Kroatien wurde erst
unlängst auch den heimatvertriebenen Donauschwaben ein Recht auf
Entschädigungsansprüche eingeräumt. Die Vertreter des VLÖ sprachen sich auch gegen die
ständigen Verzögerungen der bilateralen Verhandlungen durch Tschechien und Slowenien
aus. Das Wiener Außenamt sollte eine deutlichere Sprache finden, erklärte Reimann
abschließend.