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Aussendung vom 17.01.2000:

An: KRONE

          Der tschechische Ministerpräsident Milos Zeman hält also eine Diskussion zur Entschädigung sudetendeutscher Zwangsarbeiter für "geradezu absurd". Warum eigentlich? Daß das Benesch-Dekret Nr. 71 vom 19. September 1945 die Grundlage für die sudetendeutsche Zwangsarbeit bildete, steht geschichtlich ausser Zweifel. Daß es andererseits nicht ewig zwei Arten von Schuld geben kann, muß als moralischer Grundsatz endlich Akzeptanz finden. Warum eigentlich sollte ein sudetendeutscher Zwangsarbeiter nicht ebenso einen Anspruch auf Entschädigung haben können? Die Äusserung des Herrn Zeman zu diesem Thema spiegeln jedenfalls klar jene kommunistische Propaganda wieder, in der mit flotten Sprüchen das Attribut deutsch mit Nazi gleichgestellt wurde. Daß auch an NS-Verbrechen völlig unschuldige Sudetendeutsche zur Zwangsarbeit gezwungen wurden, scheint den postkommunistischen Pseudodemokraten in Prag irgendiwe nicht ins Geschichtsbild zu passen. Die EU jedenfalls wird nach der Osterweiterung noch ihre helle Freude haben an Hirnsäften der ehemals kommunistischen Hexenküche.

 

Mag. Peter Wassertheurer - peter.wassertheurer@chello.at

1030 WIEN

 

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