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Aussendung vom 12.10.2000:

 

Pressedienst der Altösterreicher

Südtirol gegen Beneš-Dekrete und AVNOJ-Gesetze

Wien, am 12.10.2000

Nachdem Entschließungen zur Aufhebung der Beneš-Dekrete und AVNOJ-Gesetze schon im EU-Parlament, im österreichischen Nationalrat sowie in insgesamt sechs österreichischen Landtagen verabschiedet worden sind, hat sich nun auch der Südtiroler Landtag auf die Seite der vertriebenen Altösterreicher deutscher Muttersprache gestellt. Der Südtiroler Landtag fordert in einer einstimmig verabschiedeten Resolution (Beschlußnummer 208/2000) , daß "Rechtsvorschriften, in europäischen Ländern, die Menschen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu nationalen Minderheiten... oder aufgrund anderer gruppenspezifischer Merkmale diskriminiert haben oder die die Grundlage für Maßregelungen, Freiheitsentzug oder gar Vertreibung waren oder sind,... vor einem Beitritt zur Europäischen Union aufgehoben werden (müssen)."

Der Südtiroler Landtag unterstreicht mit dieser Forderung voll und ganz die bisherige Linie des Verbandes der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ), der immer wieder den Standpunkt vertreten hat, daß solche Dekrete und Gesetze den EU-Aufnahmekriterien von Kopenhagen widersprechen. Der Bundesvorsitzende des VLÖ, Dipl.-Ing. Rudolf Reimann begrüßt die Entschließung der Südtiroler Freunde und meint: "Die Entschließung des Südtiroler Landtags kommt gerade rechtzeitig zu Beginn der österreichisch-tschechischen Expertengespräche, die sich auch mit den Beneš-Dekreten beschäftigen. Für unsere Arbeit ist die Unterstützung der Südtiroler sehr wichtig, weil man auch die Südtiroler nach 1918/19 unter Verletzung des Selbstbestimmungsrechts von ihrem österreichischen Heimatboden abgetrennt hat. Dieses gemeinsame Schicksal verbindet uns zu einer Gemeinschaft, die sich zu den Werten Europas bekennt."

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