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Aussendung vom 01.10.2000: |
Pressedienst der Altösterreicher (PAÖ)
ÖVP-Vertriebenensprecher entgegnet
Am 12. August 2000 erschien im Nachrichtenmagazin Profil unter dem Titel "Deutsche ohne Grenzen" ein Beitrag zur Geschichte und aktuellen Lage der heimatvertriebenen Altösterreicher deutscher Muttersprache. Der Verband der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) hat bereits vor wenigen Wochen in einer eigenen Entgegnung auf bestimmte Passagen und Behauptungen im besagten Artikel reagiert. Die verantwortliche Redakteurin, Frau Mag. Christa Zöchling hat auch Zitate des Vertriebenensprechers der ÖVP, Abg.z.NR Josef Mühlbachler unrichtig verwendet. Vertriebenensprecher Josef Mühlbachler hat eine Entgegnung an Frau Mag. Zöchling gerichtet und bittet nunmehr den VLÖ, diese zu veröffentlichen:
"Mit großem Unmut musste ich feststellen, dass Sie mich in Ihrem Artikel vom 12. August 2000 bei der Behandlung der höchst sensiblen Thematik der Heimatvertriebenen in ganz wesentlichen Punkten verkürzt bzw. sinnstörend zitiert haben. Richtig ist, dass ich im Zuge des Telefoninterviews gesagt habe, dass die Restitution von Grund und Boden aussichtslos und politisch nicht durchsetzbar sei. In keiner Weise aber habe ich Entschädigungszahlungen an die Heimatvertriebenen in Frage gestellt. Ferner wird in Ihrem Artikel meine Aussage zum Verhältnis zwischen Volksdeutschen und Hitler völlig falsch wiedergegeben. Ich habe nicht behauptet, dass sich die Volksdeutschen Adolf Hitler zugewandt hatten, weil dieser das deutsche Volkstum hochhielt (Zitat aus angesprochenem Artikel). Diese Darstellung würde einer Pauschalverurteilung gleichkommen, um deren Aufhebung ich mich seit Jahren bemühe. Vielmehr habe ich behauptet, dass die Volksdeutschen das Unglück hatten, ausgerechnet durch Hitler von den unsäglichen Repressalien, die sie während der Zwischenkriegszeit von tschechischer Regierungsseite erlitten hatten, befreit worden zu sein. Ausdrücklich habe ich darauf hingewiesen, dass eine Pauschalverurteilung des Inhalts, alle wären Nazi gewesen, nicht zulässig sei und ich sehr daran interessiert bin, dieses Pauschalurteil durch objektive Geschichtsdarstellung ein für allemal beseitigt zu wissen. Ich bitte um Richtigstellung bzw. um Wiedergabe dieses Schreibens als Leserbrief."