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Aussendung vom 22.12.1999:

Schüssel für Beseitigung historischer Altlasten

          Am 15. Oktober 1999 richtete der Verband der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) ein Schreiben an die EU-Kommission sowie an alle Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten, um den Standpunkt des VLÖ zur noch ungelösten Frage der Benes-Dekrete und AVNOJ-Bestimmungen samt der Forderung nach materieller Wiedergutmachung nochmals klar und deutlich darzulegen.

          Selbsverständlich informierte der VLÖ das österreichische Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten über diesen Schritt.

          Am 13. Dezember 1999 erreichte dann den VLÖ eine schriftliche Antwort, in dem Aussenminister Dr. Wolfgang Schüssel seinen Standpunkt mit folgenden Worten festlegt:

           Zu Ihrem Schreiben vom 24. November 1999 möchte ich mich zunächst für die Übermittlung des Schreibens Ihres Verbandes an die EU-Regierungschefs bedanken.
           Ich darf dies zum Anlaß nehmen, Ihnen erneut zu versichern, daß ich sowohl in meinen direkten Kontakten mit den Vertretern der Tschechischen Republik und Sloweniens als auch angesichts des EU-Beitritts-Prozesses beider Länder mit Nachdruck für eine Beseitung des Unrechts der Bens-Dekrete und AVNOJ-Bestimmungen eintrete.
           Ich vertraue dabei auch auf die Unterstützung des Verbandes der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs, bei unseren tschechischen und slowenischen Partnern mit dem Einfühlungvermögen, das uns Österreicher in der Geschichte immer wieder ausgezeichnet hat, dafür zu werben, daß eine Beseitung historischer Altlasten an der Schwelle zu einem neuen Europa letztlich im Interesse beider Völker gelegn ist.

Die Forderung nach Beseitung dieser Altlasten war dem VLÖ immer schon ein wichtiges Anliegen, erfüllen damit weder Tschechien, die Slowakei noch Slowenien die 1993 in Kopenhagen festgelegten Kriterien für einen EU-Beitritt.

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