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Verband der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich (VLÖ)

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Rückfragehinweis: VLÖ, Haus der Heimat, Ing. Norbert Kapeller, Steingasse 25, A-1030 Wien
T: +43/(0)1/7185905; M: +43/(0)664/3520305; E: norbert.kapeller@vloe.at



PA2012-19, 8. Oktober 2012
12. VLÖ-Volksgruppensymposium im slowenischen Marburg/Maribor vom 4. bis 7. Oktober 2012

Der VLÖ hielt sein traditionelles Symposium unter dem Titel „Minderheitenrechte in Ostmittel- und Südosteuropa“ ab und verabschiedete eine Resolution


Der  Verband der Volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) hielt vom 4. bis 7. Oktober 2012 sein alljährliches Volkgruppensymposium unter dem Titel „Minderheitenrechte in Ostmittel- und Südosteuropa“ in Marburg/Maribor ab. Nachdem Marburg in diesem Jahr als offizielle Kulturhauptstadt Europas fungiert, hat der VLÖ bewusst diese Stadt als Veranstaltungsort seiner Tagung ausgewählt. Denn bereits in den vergangen Jahren hat der VLÖ seine Symposien in einigen Nachfolgestaaten der Donaumonarchie abgehalten, um einerseits die Lebensumstände der dortig heimatverbliebenen deutschen altösterreichischen Minderheiten zu betrachten, aber auch zu aktuellen – politischen – Themen die Heimatvertriebenen und Heimatverbliebenen betreffend, offiziell Stellung zu beziehen.

So ist insbesondere die Frage nach einer offiziellen und verfassungsmäßigen Anerkennung der in Slowenien lebenden deutschen altösterreichischen Minderheit nach wie vor ungeklärt. Darüber hinaus blickt Marburg auf eine jahrhundertelange deutsche Kulturvergangenheit zurück, die gerade dadurch Ausdruck findet, dass der Dachverband der deutschen Volksgruppe in Slowenien hier seinen Sitz hat.


Die Teilnehmer der Tagung nahmen diesen Umstand zum Anlass, um auf zwei Besonderheiten hinzuweisen und diese in einer am 6. Oktober 2012 verfassten Resolution anlässlich des 12. Volksgruppensymposiums festzuhalten:


Seit der Eigenstaatlichkeit Sloweniens bemühen sich die Vertreter der deutschen Volksgruppe in Slowenien um Anerkennung als autochthone Minderheit in ihrem Heimatland Slowenien. Als loyale deutschsprachige Staatsbürger Sloweniens verlangen sie die längst überfällige staatsrechtliche, in der slowenischen Verfassung verankerte, Anerkennung als eigenständige und alteingesessene (autochthone) Volksgruppe. „Dieses berechtigte und gerechte Anliegen wird von den Teilnehmern des 12. Volksgruppensymposiums ausdrücklich unterstützt, hat doch der Österreichische Nationalrat am 19. Jänner 2012 einstimmig eine inhaltlich gleich lautende Resolution im Parlament zu Wien verabschiedet“, so Gerhard Zeihsel, stellvertretender Bundesvorsitzender des VLÖ.


Weiters wird im November 2012 das Arbeitspapier zum Abkommen zwischen der Regierung der Republik Österreich und der Regierung der Republik Slowenien über die Zusammenarbeit auf den Gebieten der Kultur, der Bildung und der Wissenschaft vom 30.4.2001 im vorgesehenen periodischen Intervall von fünf Jahren neu adaptiert werden. „In diesem Sinne ist es dem VLÖ ein großes Anliegen, dass die Österreichische Regierung in diesem Abkommen auch die finanziellen Ansätze treffen möge, dass damit die notwendigen Förderungen und Maßnahmen zum Fortbestand der autochthonen deutschsprachigen altösterreichischen Volksgruppe in Slowenien gesichert werden können“, so Zeihsel weiter.


Darüber hinaus freuten sich die Vertreter des VLÖ, zahlreiche Ehrengäste und Gastreferenten beim Volksgruppensymposium begrüßen zu dürfen – von politischer Seite etwa den Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler, der das Symposium eröffnete, wie auch die freiheitliche Vertriebenensprecherin NR-Abg. Anneliese Kitzmüller. Vom österreichischen Außenministerium waren Dr. Clemens Koja (Botschafter in Laibach) sowie die Gesandten Dr. Georg Woutsas und Dr. Gerhard Doujak anwesend, wobei letzterer über das Thema „Minderheitenschutz als österreichischer Schwerpunkt im Bereich der Menschenrechte in der Außenpolitik“ referierte. Ebenso nahmen natürlich auch Vertreter der deutschen Minderheit in Slowenien, allen voran Veronika Haring, die Obfrau des deutschsprachigen Kulturvereins Frauen „Brücken“ und August Gril aus der Gottschee am Symposium teil.

„In einem zusammenwachsenden Europa, einer Wertegemeinschaft, die sich stets auch die Wahrung der Menschenrechte auf die Fahnen heftet, sind leider Gottes noch immer zahlreiche Fragen des Unrechts, der Wiedergutmachung bzw. auch der offiziellen Anerkennung und Wertschätzung der deutschen altösterreichischen Volksgruppen offen und unbeantwortet. Am Beispiel der schon alljährlich traditionell stattfindenden VLÖ-Volksgruppensymposien, die abwechselnd in den Nachfolgestaaten der Donaumonarchie stattfinden, will der VLÖ vor allem auch seine Verbundenheit mit den heimatverbliebenen deutschen altösterreichischen Volksgruppen bekunden und diese in allen möglichen Belangen mit großem Engagement unterstützen. Insbesondere will der VLÖ aber im Allgemeinen die österreichische Politik ermutigen, sich ihrer historisch determinierten Verantwortung um die deutschsprachigen Volksgruppen in Ostmittel- und Südosteuropa als Altösterreicher vermehrt bewusst zu werden“, so der stellvertretende Bundesvorsitzende Gerhard Zeihsel abschließend.


Bildtext: Eröffnung des 12. Volksgruppensymposiums in Marburg/Maribor (v.l.n.r.): Dr. Clemens Koja (Öst. Botschafter in Laibach/Ljubljana), Veronika Haring (Obfrau des deutschsprachigen Kulturvereins Frauen „Brücken“), Gerhard Dörfler (Landeshauptmann von Kärnten), Gerhard Zeihsel (1. Bundesvorsitzender-Stellvertreter des VLÖ) und Ing. Norbert Kapeller (Leiter der Öffentlichkeitsarbeit des VLÖ).
Quelle: LPD/Josef Bodner