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1. Einleitung Der Verband der volksdeutschen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) vertritt die Interessen von 360.000 Heimatvertriebenen, die zum großen Teil nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Tschechoslowakei (Sudeten- und Karpatendeutsche), aus Jugoslawien (Donauschwaben, Deutsch-Untersteirer) und aus Rumänien (Siebenbürger Sachsen, Banater Schwaben, Buchenlanddeutsche) vertrieben wurden und in Österreich eine neue Heimat fanden. Die Heimatvertriebenen haben durch ihren Fleiß zum wirtschaftlichen Aufbau der Zweiten Republik Österreich wesentlich beigetragen, haben sich stets als loyale Bürger verhalten und sind vor allen in Landsmannschaften organisiert. Dieser Prozess der gesellschaftlichen Integration war aber von negativen Stereotypen gegen die Heimatvertriebenen gekennzeichnet, indem sie pauschal als "Nazis" galten. Diese Vorurteile bestehen bis heute fort und prägen in der österreichischen Öffentlichkeit ein negativ geprägtes Bild, das zu einer Marginalisierung der Interessen und politischen Agenden der Heimatvertriebenen führt und deren Geschichte politisch tendenziös verarbeitet. 2. Zielsetzungen Als erster Schritt muss eine verbreiterte Berichterstattung in den öffentlichen Medien unter folgenden Schwerpunkten zu einer Reihe von nachhaltigen Effekten führen: Objetivierung Abbau Akzeptanz Bekenntnis Aufklärungsarbeit Identifizierung Deutsche Orts- und Flurbezeichnungen
3. Problembereiche Der VLÖ verfügt gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden über einen Presseapparat, der die österreichischen Medien über den so genannten "Pressedienst der Altösterreicher" (PAÖ) kontinuierlich informiert, der Pressekonferenzen organisiert und unter der Domain www.vloe.at eine Plattform im Internet unterhält. Neben diesen Einrichtungen verfügen die einzelnen Landsmannschaften über eigene Medien (Sudetenpost, Donautalmagazin, Karpatenblatt, Deutsch-Untersteirer, Siebenbürger Zeitung, etc.), die als interne mediale Multiplikatoren eine wichtige Rolle spielen. Der VLÖ arbeitet aber auch direkt mit den österreichischen Printmedien zusammen, indem sie zu Pressekonferenzen und diversen Veranstaltungen der Landsmannschaften eingeladen werden oder beim alljährlichen "Volksgruppenkongress der deutschen Minderheiten aus Ostmittel- und Südosteuropa" teilnehmen. Hier haben sich in den letzten Jahren einige positive Ansätze entwickelt, die im Sinne einer vertieften Zusammenarbeit erweiterbar sind. Der VLÖ weist jedoch darauf hin, dass sich die Heimatvertriebenen in den Programmen des ORF nicht im ausreichendem Maße und teils falsch repräsentiert fühlen. Dieser Umstand ist bedauerlich, findet doch in Deutschland und auch in den ehemaligen Heimatstaaten der Heimatvertriebenen eine seit Jahren intensiv geführte Diskussion statt, die sich vornehmlich mit der Vertreibung und deren historischen Ursachen auseinandersetzen. Hier besteht auf Seiten der österreichischen Medien ein Nachholbedarf, beseitigt werden muss, weil die Thematik der Heimatvertriebenen auch ein Teilbereich der österreichischen Politik und Geschichte ist. Gerade die Auseinandersetzung um die so genannten Bene-Gesetze und Avnoj-Gesetze im Vorfeld des EU - Beitritts der Republiken Tschechien, der Slowakei und Slowenien haben deutlich gemacht, dass diese Problematik auch in die Verantwortung der österreichischen Außenpolitik und Diplomatie fällt. Der VLÖ weist darauf hin, dass die österreichische Politik auf diese Problematik nicht vorbereitet war, was letztlich mit der fehlenden Berichterstattung in den Medien zu tun hatte. 4. Umsetzung und Neupositionierung Der VLÖ hat mit den parlamentarischen Vertriebenensprechern vereinbart, in wichtigen Punkten die Medienarbeit des VLÖ gemeinsam zu gestalten. Diese Kooperation bezieht sich in erster Linie auf die Veranstaltung von Pressekonferenzen und gemeinsamen Presseerklärungen. Der VLÖ möchte mit dem ORF abklären, in welchen Sendereihen des ORF die Themenbereiche der Heimatvertriebenen aktualisiert werden können und stellt dazu in einem knappen Überblick folgende Vorschläge in den Raum:
Die Sendungen sollen dann auch in der jeweiligen Programmvorschau angekündigt werden, wobei der VLÖ in gesonderten Presseaussendungen auf dieselben hinweisen wird. 5. Kontakte Der VLÖ möchte über Vermittlung der neuen ORF Generalintendanz mit den oben angeführten Redaktionen in Kontakt treten und Konzepte zu einer Umsetzung diskutieren. Der VLÖ ersucht die ORF Generalintendanz um die Bereitstellung von Ansprechpartnern, mit denen sich der VLÖ in Verbindung setzen kann. Der VLÖ wird seinerseits dem ORF Kontakte und Ressourcen anbieten, die geeignet sind, diese Vorhaben zu unterstützen.
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