| Vertrieben In
den Häusern leben Fremde,
sie gaben uns nicht ihre Hände,
das Kruxifix ist ihnen fremd,
man nahm uns das letzte Hemd,
versperrt bleiben uns die Zimmer,
wo einst die Augen der Kinder,
das Licht der Welt erblickten,
fleißige Hände strickten,
man am Webstuhl saß
und beim Singen die Welt vergaß,
sie alle bleiben zu,
was bleiben sind Koffer und Schuh,
und ein Schmerz
tief im Herz,
Tränen im Gesicht,
schon blühn die Vergissmeinnicht,
vielleicht dort noch ein letztes Gebet,
wo nur noch der Name am Grabstein steht,
in der Kirche sitzt jetzt keiner mehr,
die alten Holzbänke bleiben leer,
am Altar bricht niemand mehr das Brot,
der Leib Christi bleibt hier auf ewig tot,
die Nächte werden jetzt ohne uns sein,
auch Regen, Schnee und Sonnenschein,
selbst der Salbei im Garten,
braucht jetzt nicht mehr zu warten,
denn schon fällt das Laub von den Zweigen
und bringt unser Leben zum Schweigen,
stumm wird es sein auf den Feldern,
den Äckern, Wiesen und Wäldern,
menschenleer sind Straßen und Wege,
menschenleer auch Brücken und Stege,
niemand geht mehr ein und aus,
hinein in die Schule, aus dem Gasthaus hinaus,
Stille in Häusern und Gassen,
die Heimat: bespuckt und verlassen.
Wassertheurer Peter
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