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Haus der Heimat, Wien

Verband der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften
in Österreich (VLÖ)

Zeitzeugeninterviews: Umsiedlung, Flucht und Vertreibung der Deutschen nach 1945

Lebensgeschichten von ZeitzeugInnen der deutschen altösterreichischen Minderheiten aus Ostmittel- und Südosteuropa

„Der Verband der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich (VLÖ) hat gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Oliver Rathkolb vom Institut für Zeitgeschichte an der Universität Wien ein umfangreiches Zeitzeugenprojekt initiiert“, freuen sich VLÖ-Präsident Dipl.-Ing. Rudolf Reimann und VLÖ-Generalsekretär Ing. Norbert Kapeller gemeinsam über eine Interviewreihe mit ZeitzeugInnen altösterreichischer Herkunft. Fünf dieser Interviews sind nun über die VLÖ-Internetseite abrufbar und werden laufend ergänzt.


„Als Konsequenz des Zweiten Weltkrieges wanderte rund eine halbe Million Menschen deutsch-altösterreichischer Herkunft aus Ostmittel- und Südosteuropa nach Österreich ein. Sie sind entweder noch während des Krieges evakuiert worden, aus Furcht vor der vorrückenden sowjetischen Armee geflohen oder von verschiedenen Nachkriegsregimen nach 1945 vertrieben worden. Die darüber handelnden lebensgeschichtlichen Interviews von Männern und Frauen, die zwischen 1944 und 1948 auf Grund ihrer Selbst- oder Fremdkategorisierung ihre Herkunftsländer verlassen mussten und sich in Österreich niedergelassen haben, wurden audiovisuell aufgezeichnet, kategorisiert, verschlagwortet und werden in Zukunft für weitere Forschungen bereitgestellt werden. Neben den Heimatvertriebenen wurde dabei auch das Schicksal von Angehörigen der deutschen heimatverbliebenen Minderheiten beleuchtet“, ergänzt VLÖ-Generalsekretär Kapeller.


Narrative zu Flucht und Vertreibung, das eigene nationale Selbstverständnis bzw. die jeweilige nationale Zugehörigkeit standen dabei im Fokus dieser „biografischen Interviews“. Des Weiteren rückten auch die unterschiedlichen Bedingungen der Aufnahme und der Lebensverhältnisse der Flüchtlinge und Vertriebenen im Nachkriegsösterreich in den Blick.

„Ein wesentliches Ziel dieses sogenannten „Oral-History-Projektes“ war und ist es, Forschungen über die Geschichte der deutschen Minderheiten aus Ostmittel- und Südosteuropa - insbesondere in den Wechselbeziehungen mit ihren Nachbarn - anzuregen. Dadurch sollen jene Regionen stärker als bisher in den Fokus der Forschung und in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt werden, in denen Jahrhunderte lang Deutsche als Bevölkerungsmehrheit oder Minderheit gelebt haben“, zeigen sich Reimann und Kapeller erfreut über das erfolgreiche Projekt des VLÖ gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte.