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Haus der Heimat, Wien

Verband der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich (VLÖ)

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           „Not und Brot“
Ein Roman über die Geschichte der Donauschwaben vom Ursprung bis zur Vertreibung und Sesshaftmachung in der neuen Heimat


Not und Brot - Geschichte der Familie Reimann

Pressedienst des VLÖ

Pressedienst des Verbandes der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich (VLÖ); PA2015-08; 23.04.2015

Stilles Gedenken des VLÖ anlässlich des 100. Jahrestages des Völkermordes an den Armeniern

„Mit einem stillen Gedenken und Trauerbeflaggung reiht sich der Verband der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich (VLÖ) in den Kreis jener ein, die anlässlich des 100. Jahrestages des Völkermords an den Armeniern erinnern“, erklären VLÖ-Präsident Dipl.-Ing. Rudolf Reimann und VLÖ-Generalsekretär Ing. Norbert Kapeller.

„Es muss unser aller Bestreben sein, Vergangenes nicht dem Vergessen anheim fallen zu lassen, sondern vielmehr historische Gegebenheiten konstruktiv aufzuarbeiten, damit künftiges Unrecht der gleichen Art bestmöglich vermieden werden kann - auch wenn die Wahrheit manchen oft weh tut“, ergänzen die beiden.

„Als Interessenvertreter derer, die unschuldig nach Ende des Zweiten Weltkrieges millionenfach enteignet und aus ihrer angestammten Heimat in Ostmittel- und Südosteuropa vertrieben wurden, gedenken wir auch gerade in diesen Tagen in aller Stille“, so Reimann und Kapeller abschließend.



Text der Schautafel im Haus der Heimat, Kulturzentrum der deutschen Heimatvertriebenen:


Zum 100. Jahrestag des Völkermordes an den Armeniern - „Betrogenes Volk"


Der Völkerbund-Kommissar Fritjof Nansen nannte nach dem Ersten Weltkrieg die Armenier in seinem Buch über ihr Schicksal ein "Betrogenes Volk". Sie waren 1915 einer Vernichtung ausgesetzt, erhielten dann von den Siegermächten das Versprechen eines eigenen Staates, mussten aber erleben, dass sie der Vertrag von Lausanne 1923 nicht einmal mehr erwähnte, obwohl der Vertrag von Sèvres 1920 noch einen armenischen Staat vorgesehen hatte.

Es war nicht das theokratische Regime des Sultans, der auch Kalif und damit Stellvertreter Mohammeds war, sondern die Regierung der Jungtürken, die in ihrem Wahn eines türkischen Nationalstaates das Ende der christlichen Volksgruppen in der Türkei brachten. Das Unheil begann mit der Endlösung der Armenier seit dem 24. April 1915, als zunächst alle armenischen Notabeln in Konstantinopel, später alle Armenier im ganzen Land deportiert wurden. Seitdem ist der 24. April der nationale Trauertag aller Armenier in der ganzen Welt.


In diesem Jahr gedenkt die Welt des 100. Jahrestages dieser Tragik.


Bereits 1895/96 und 1908 gab es Pogrome gegen Armenier, aber die Endlösung war von den Jungtürken 1915 vorgesehen. In endlosen Deportationszügen schleppte man die Armenier in die Wüste Syriens, ermordete schon unterwegs die Männer und schändete Frauen und Mädchen, von denen Zehntausende in türkischen Harems verschwanden.


Als die mit der Türkei verbündete deutsche Regierung viel zu spät bei der Hohen Pforte nach dem Schicksal dieser Christen anfragte, kam von Seiten des türkischen Innenministeriums nur die lakonische Antwort: "Die Armenische Frage existiert nicht mehr."


Die Absicht einer Endlösung war 1915 klar erkenntlich. Die deutschen Konsuln in der Türkei schrieben in ihren Berichten an die Deutsche Botschaft in Konstantinopel von der "Vernichtung der Armenier in ganzen Bezirken", von "der Vernichtung oder Islamisierung eines ganzen Volkes" oder von "der Erledigung der armenischen Frage durch die Vernichtung der armenischen Rasse". Sie erkannten, dass die Jungtürken "der armenischen Frage endgültig ein Ende machen wollen", um sich "der armenischen Frage für die Zukunft zu entledigen".


Man kann heute noch die Frage nach den 12 Millionen vertriebenen Deutschen stellen, von denen über zwei Millionen zu Tode kamen.



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Rückfragehinweis: VLÖ, Haus der Heimat, Ing. Norbert Kapeller, Steingasse 25, A-1030 Wien
T: +43/(0)1/7185905; M: +43/(0)664/3520305; E: norbert.kapeller@vloe.at



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